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AT&S Downgrade 25.11.2002
Nord LB
Die Aktie der AT&S Austria Technologie & Systemtechnik AG (WKN 922230) ist für den Analysten Thorsten Strauß von der Norddeutschen Landesbank nur noch eine Halteposition.
Im ersten Halbjahr 02/03 sei der Umsatz mit 128,8 Mio. Euro leicht unter den Analystenschätzungen geblieben. Dagegen hätten sowohl das operative Ergebnis EBIT von 9,6 Mio. Euro als auch das Nettoergebnis von 6,8 Mio. Euro deutlich die Erwartungen übertroffen. Darin würdensich konsequent umgesetzte Kostensenkungsmaßnahmen, eine sehr niedrige Steuerquote und die verbesserte Kapazitätsauslastung widerspiegeln. Die Nutzung der Produktions-Anlagen habe sich weiter auf 80-85% im ersten Halbjahr erhöht und zuletzt sogar mehr als 90% erreicht. Bei 75-80% liege die Gewinnschwelle. Aus dieser erfreulichen Entwicklung wolle der Vorstand aber noch nicht den Schluss ziehen, dass sich die Nachfrage im kommenden Jahr nachhaltig belebe.
Nach Einschätzung des Managements werde der Umsatz 02/03 insgesamt auf oder leicht über dem Vorjahresniveau liegen. Nach dem Ergebniseinbruch im Jahr 01/02, der unter anderem durch die Werksschließung in Augsburg, Restrukturierungsaufwendungen und Anlaufkosten für das neue Werk in China verursacht worden sei, werde ein deutlich besseres operatives Ergebnis in Aussicht gestellt. Im zweiten Geschäftshalbjahr werde der Gewinn als Folge weiterer Anlaufverluste des Werkes in China, die auf etwa 10 Mio. Euro beziffert würden, jedoch spürbar niedriger als in den ersten sechs Monaten ausfallen. Die Produktion in Shanghai solle im Dezember aufgenommen werden, und für Mitte 2003 sei eine Kapazitätsauslastung von 60-70% sowie das Überschreiten der Gewinnschwelle geplant.
Mit 4,61% beteilige sich AT&S an der Adcon Telemetry AG, einem österreichischen Anbieter kabelloser Datenübertragungstechnologie. Der Kaufpreis für 500.000 Aktien aus einer Kapitalerhöhung betrage 0,75 Mio. Euro. Gleichzeitig hätten beide Unternehmen einen Kooperationsvertrag für den Bereich Technologie und Design von Leiterplatten geschlossen, von dem sich AT&S weitere Kosteneinsparungen verspreche.
Das Researchteam der Nord LB erwartet für das laufende Geschäftsjahr einen Umsatz in Höhe von 276 Millionen Euro sowie einen Gewinn von 8,4 Millionen Euro. Nächstes Jahr sollten die Erlöse bei 310 Millionen Euro und der Gewinn bei 14 Millionen Euro liegen.
Auf die über den Erwartungen liegenden Ergebniszahlen des ersten Halbjahres und den optimistischen Ausblick der Verwaltung habe der Aktienkurs von AT&S mit einem deutlichen Anstieg reagiert. Inzwischen sei der Titel damit angemessen bewertet. Angesichts der starken Abhängigkeit vom Telekommarkt, dessen weitere Geschäftsentwicklung noch sehr unsicher sei, sowie in Anbetracht der bestehenden Überkapazitäten, die im Gesamtjahr einen Preisdruck von 10-20% erzeugen dürften, werde das Researchteam nun vorsichtiger gegenüber der Aktie. Ein weiterer Risikofaktor sei das Werk in China, das derzeit den eindeutigen Investitionsschwerpunkt darstellt.
Die Analysten der Nord LB ändern ihre Empfehlung für die Aktie von AT&S Austria Technologie & Systemtechnik von "akkumulieren" auf "halten".
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